Positionen

Otl Aicher über Fotografie

Otl Aicher Fotografie

  • einem foto darf man nicht ansehen, dass es gestellt, gemacht oder manipuliert ist. es kann nur glaubwürdig sein, wenn sich der fotograf aus dem bild zurückzieht.
  • ein foto darf kein kunstwerk sein wollen, also nicht als selbstzweck auftreten. was zählt ist die annäherung an das abzubildende.
  • ein foto darf nicht verfremden. fotografie ist kommunikative mitteilung. sie muß genau sein, indem sie den moment trifft.
  • ein foto ist die abbildung von sachverhalten. es muß eine sache in ihrem verhalten zeigen. es muß prozesse festhalten, vorgänge, entwicklungen und werdegänge.

vgl. Aicher, O. (1990): Erco Lichtfabrik, Berlin, S. 197

 

Andreas Bohnenstengel über Fotografie

Bei meinen fotografischen Darstellungen von Menschen und deren Tun bemühe ich mich ein Gespür für den jeweiligen Persönlichkeits- und Arbeitsstil meines Gegenübers zu entwickeln. Jeder Mensch ist anders, jeder versucht mit seinen individuellen Möglichkeiten und Mitteln den Anforderungen gerecht zu werden und einen sinnvollen und wichtigen Beitrag zu leisten. Eine gute Grundlage für eine aussagekräftige fotografische Darstellung ist geschaffen, wenn man sich zeigt so wie man ist. Deutlich wird das beim Tun. Von diesem Tun möchte ich erzählen. In Bildern, die vom persönlichen Stil, dem Eingebunden sein in Raum und Zeit und den Arbeitsmitteln erzählen. Eine gute Fotografie fängt darüber hinaus noch den richtigen Moment, die Natürlichkeit der Situation und schönes Licht ein. In Otl Aichers Überlegungen zur Fotografie finde ich meine eigene Position wieder.

Andreas Bohnenstengel, 2014

 

Andreas Bohnenstengel bei einem Fotoshooting im Altenservicezentrum in Eching für das Bayerische Sozialministerium 2003

Der Fotograf Andreas Bohnenstengel bei einem Fotoshooting 2003 in Eching

Der Fotograf Andreas Bohnenstengel bei einem Fotoshooting 2003 in Eching